In der praktischen Anwendung können Hydraulikmotoren sowohl eine Vorwärts- als auch eine Rückwärtsdrehung erreichen, was eine der grundlegendsten und wichtigsten Funktionen von Hydrauliksystemen darstellt. Bei der täglichen Nutzung stoßen jedoch viele Anwender auf einen ungewöhnlichen Zustand: Der Motor arbeitet in Vorwärtsrichtung mit normaler oder sogar höherer Geschwindigkeit, doch bei umgekehrter Drehrichtung nimmt die Drehzahl deutlich ab, manchmal begleitet von Trägheit oder Leistungsmangel.
Dieses Problem der „schnellen Vorwärts- aber langsamen Rückwärtsdrehung“ ist kein zufälliges Auftreten, sondern das Ergebnis mehrerer zusammenwirkender Faktoren im Hydrauliksystem. Wenn es nicht rechtzeitig behoben wird, kann dies zu einer weiteren Überhitzung des Motors, einer verminderten Systemeffizienz und sogar zu vorzeitigem Ausfall von Komponenten führen. Im Folgenden analysieren wir systematisch die Hauptursachen für dieses Phänomen auf Grundlage praktischer Wartungs- und Betriebserfahrungen.
1、 Unzureichende Ölzufuhr oder inkonsistenter Vorwärts- und Rückwärtsfluss der Hydraulikpumpe
Die Drehzahl eines Hydraulikmotors wird im Wesentlichen durch die Ölstrommenge bestimmt, die den Motor erreicht. Im Idealfall sollte die Motordrehzahl bei gleicher Strommenge in Vorwärts- und Rückwärtsdrehung im Wesentlichen gleich sein. Unter realen Arbeitsbedingungen können viele Systeme dies jedoch nicht erreichen.
Zu den häufigen Problemen gehören:
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Die Hydraulikpumpe selbst ist stark verschlissen und kann im Vorwärtslauf kaum noch den Durchflussbedarf decken. Aufgrund von Änderungen des Systemwiderstands beim Rückwärtslauf ist die Pumpenleistung jedoch unzureichend;
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Inkonsistente Drosselung innerhalb von Mehrwegeventilen oder Wegeventilen führt zu natürlichen Unterschieden im Durchfluss in beide Richtungen;
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Das System ist mit Komponenten wie Einweg-Drosselventilen und Geschwindigkeitsregelventilen ausgestattet, aber die Einbaurichtung oder Einstellmethode ist falsch, sodass nur der Durchfluss in Rückwärtsrichtung begrenzt wird.
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Sobald die tatsächliche Durchflussmenge in Rückwärtsrichtung geringer ist als in Vorwärtsrichtung, zeigt der Motor beim Zurücklaufen zwangsläufig das Phänomen einer „langsamen Drehung und Kraftlosigkeit“.
✅ Wichtige Prüfpunkte:
Überprüfen Sie den Arbeitszustand der Hydraulikpumpe, die internen Kanäle der Ventilkomponenten, ob eine Einweg-Drosselstruktur vorhanden ist und ob die Durchflussmengen in Vorwärts- und Rückwärtsrichtung übereinstimmen.
2、 Asymmetrische Kraftverteilung in beide Richtungen der mechanischen Belastung
Der Hydromotor selbst ist lediglich eine „Leistungsabgabequelle“, und es ist die von ihm angetriebene mechanische Last, die tatsächlich bestimmt, ob er sich leicht drehen kann. Bei vielen Geräten ist der Widerstand, den mechanische Strukturen bei Vorwärts- und Rückwärtsdrehung erfahren, deutlich asymmetrisch.
Zum Beispiel:
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Die Vorwärtsdrehung des Hubwerks ist das „Abspulen des Seils" mit geringer Last; die Rückwärtsdrehung ist der Vorgang des „Aufspulens des Seils", bei dem das Gewicht schwerer Gegenstände überwunden werden muss;
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Es gibt eine strukturelle Sackgasse und erhöhte Reibung in einer Drehrichtung des Antriebs;
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Das Getriebe, Lager oder die Kupplung weist in einer bestimmten Richtung exzentrischen Verschleiß oder Blockierung auf.
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In diesem Fall ist der Hydromotor selbst nicht fehlerhaft, sondern da die Last bei Rückwärtsdrehung zunimmt, wird die Drehzahl trotz gleichbleibender Durchflussmenge deutlich sinken.
✅ Wichtige Prüfpunkte:
Trennen Sie die Last und führen Sie einen Leerlauftest am Motor durch. Wenn die Leerlaufdrehzahl konstant ist, deutet dies darauf hin, dass das Problem hauptsächlich von der mechanischen Last ausgeht.
3、 Luft ist in das Hydrauliksystem gelangt, und die Auswirkungen sind beim Rückwärtsfahren deutlicher spürbar.
Hydrauliksysteme sind sehr empfindlich gegenüber Luft. Sobald Luft in das Öl gelangt oder Blasen entstehen, führt dies zu einer Verringerung der Systemsteifigkeit und starken Druckschwankungen, insbesondere im Moment des Richtungswechsels.
Wenn sich Luft im System befindet:
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Aufgrund der hohen Trägheit und geringen Widerstände zeigt sich bei der Drehung in Vorwärtsrichtung keine offensichtliche Unregelmäßigkeit;
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Beim Rückwärtsfahren muss der Öldruck neu aufgebaut werden, doch da Luft komprimierbar ist, wird der eigentliche wirksame Druck nur langsam aufgebaut;
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Die endgültige Erscheinungsform ist ein langsamer Rückwärtsstart, niedrige Drehzahl und Motorstockungen.
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Im schwerwiegenden Fall können auch folgende Phänomene auftreten:
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Es befindet sich viel Schaum im Öltank;
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Der Motor erzeugt während des Betriebs ein zischendes Kavitationsgeräusch;
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Der Temperaturanstieg des Systems hat sich deutlich beschleunigt.
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✅ Wichtige Prüfpunkte:
Prüfen Sie, ob die Ölsaugleitung undicht ist, ob das Öl emulgiert ist, ob der Ölstand zu niedrig ist, und führen Sie eine normgerechte Entlüftung des Systems durch.
4、 Der Gegendruck auf der Rücklaufseite ist zu hoch, und der Rückwiderstand wird künstlich verstärkt
Während des Betriebs von Hydromotoren ist neben der Bedeutung der Ölaufnahme auch die Gleichmäßigkeit des Ölrücklaufs von entscheidender Bedeutung. Wenn der Gegendruck auf der Rücklaufseite zu hoch ist, entspricht dies einem „künstlich erhöhten Widerstand“ am Motorausgang, wodurch ein reibungsloser Motorbetrieb erschwert wird.
Der Unterschied im Gegendruck zwischen Vorwärts- und Rücklauf wird häufig durch folgende Gründe verursacht:
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Die Rücklaufölleitung ist zu dünn oder zu lang, was zu einem erheblichen Strömungswiderstand führt;
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Der Rücklaufölfilter ist verstopft;
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Falsche Anschlussverbindung des Rücklaufanschlusses, versehentlich mit einem Hochdruck-Rücklaufkreis verbunden;
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Einige Systeme haben im Rücklaufbereich Ausgleichsventile und hydraulische Steuer-Rückschlagventile hinzugefügt, aber die Einstellung ist fehlerhaft.
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Wenn der Gegendruck des Rücklaufs im umgekehrten Fließrichtung deutlich höher ist als in Vorwärtsrichtung, verhält sich der Motor wie „beim Ölzuführen zurückgehalten“, wodurch die Drehzahl natürlich stark abnimmt.
✅ Wichtige Prüfpunkte:
Messung des Rücklaufsdrucks in Vorwärts- und Rückwärtsrichtung und Vergleich auf ungewöhnliche Gegendrücke.
5、 Innere Abnutzung des Hydraulikmotors, innere Leckage verstärkt sich bei Rückwärtsdrehung
Mit zunehmender Betriebszeit verschleißen die internen Verteilpaare, die planen Öldistributionsflächen sowie die Bereiche zwischen Rotor und Stator des Hydraulikmotors nach und nach. Sobald der Verschleiß stärker wird, tritt Hochdrucköl direkt aus der Hochdruckkammer in die Niederdruckkammer über und verursacht eine erhebliche „innere Leckage“.
Bei bestimmten Bauformen:
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Die Abdichtung in Vorwärtsrichtung ist noch akzeptabel, und die Drehzahl erscheint normal;
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Beim Rückwärtsfahren ändert sich die Kraftrichtung, und der interne Leckagekanal wird "geöffnet", was zu einem erheblichen Abfall des wirksamen Drucks führt;
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Äußert sich in einer schwachen Rückwärtsdrehung, deutlich langsamer Drehzahl und schnellem Anstieg der Öltemperatur.
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✅ Wichtige Prüfpunkte:
Durch den Vergleich von Druck, Durchflussmenge und Temperaturanstieg unter Vorwärts- und Rückwärtsbetriebsbedingungen kann vorläufig festgestellt werden, ob eine interne Leckage im Motor vorliegt.
Zusammenfassung in einem Satz und klar erläutert
Die schnelle Vorwärts- und langsame Rückwärtsdrehung von Hydromotoren ist kein einzelner Fehler, sondern das Ergebnis der kombinierten Wirkung von fünf Faktoren: Ölzufuhr, Last, Luft, Gegendruck und interne Leckage.
Um das Problem wirklich zu lösen, darf man sich nicht nur auf den Austausch des Motors konzentrieren, sondern sollte das gesamte System aus Hydraulikpumpe, Ventilgruppe, Ölkreislauf, Last und Motorkörper untersuchen, um eine präzise Fehlerortung und eine gründliche Behebung zu erreichen.
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