In hydraulischen Systemen werden Flügelzellenpumpen aufgrund ihres gleichmäßigen Betriebs, geringen Geräuschentwicklung und einheitlicher Förderstromstärke häufig in Werkzeugmaschinen, Spritzgussmaschinen, Baumaschinen und verschiedenen industriellen Anlagen eingesetzt. Bei der Klassifizierung von Flügelzellenpumpen sind „einseitig wirkende Flügelzellenpumpen“ und „zweiseitig wirkende Flügelzellenpumpen“ die beiden am häufigsten genannten Typen. Viele Menschen nutzen sie täglich, sind sich aber nicht wirklich über den Kernunterschied zwischen beiden bewusst. Tatsächlich liegen die Unterschiede zwischen den beiden hauptsächlich in vier Aspekten: interner Struktur, Arbeitsweise, Förderstromcharakteristika und geeigneten Betriebsbedingungen.
- Der grundlegende Unterschied in der inneren Struktur besteht darin, dass die Struktur einer einwirkenden Flügelzellenpumpe relativ einfach ist und sich durch eine feste Exzentrizität zwischen Rotor und Stator auszeichnet. Genau diese Exzentrizität bestimmt die „Vergrößerung“ und „Verringerung“ des Pumpkammer-Volumens während der Drehung der Flügel, wodurch der Vorgang des Öleinsaugens und -drückens erreicht wird. Einwirkende Flügelzellenpumpen verfügen gewöhnlich nur über einen Sauganschluss und einen Druckanschluss, was bedeutet, dass während einer kompletten Umdrehung des Rotors lediglich ein vollständiger Saug- und Druckzyklus abgeschlossen wird. Die innere Struktur der doppeltwirkenden Flügelzellenpumpe ist deutlich komplexer. Ihr Stator weist meist eine elliptische gekrümmte Struktur auf, und im Inneren der Pumpkammer sind üblicherweise zwei Öleinsaugzonen und zwei Öldruckzonen angeordnet. Wenn sich der Rotor um eine halbe Umdrehung dreht, wird ein Öleinsaug- und ein Öldruckzyklus abgeschlossen. Daher werden während einer kompletten Umdrehung des Rotors zwei vollständige Öleinsaug- und Druckzyklen durchgeführt. Gerade diese doppelte Saug- und Druckstruktur verleiht der doppeltwirkenden Flügelzellenpumpe einen natürlichen Vorteil hinsichtlich der Förderstrommenge.
2、 Der Unterschied zwischen Arbeitsprinzip und Volumenabgabe aus Sicht des Arbeitsmodus: Einfachwirkende Flügelzellenpumpe:
Der Rotor führt pro Umdrehung eine Ölaufnahme und eine Öldruckförderung durch, wodurch der Hubvolumenstrom pro Zeiteinheit relativ gering ist. Da nur ein Arbeitsraum vorhanden ist, schwankt der Förderstrom leicht mit der Rotorstellung. Doppeltwirkende Flügelzellenpumpe:
Bei jeder Umdrehung des Rotors werden zwei Ölaufnahmen und zwei Öldruckförderungen durchgeführt, was zu einem größeren Hubvolumenstrom pro Zeiteinheit führt. Gleichzeitig können die Strömungspulsationen durch den wechselweisen Betrieb der beiden Arbeitsbereiche weitgehend kompensiert werden, wodurch der Förderstrom kontinuierlicher und stabiler wird. Einfach ausgedrückt: Unter gleichen Bedingungen bezüglich Drehzahl und Bauvolumen ist die tatsächliche Förderleistung einer doppeltwirkenden Flügelzellenpumpe in der Regel höher als die einer einfachwirkenden Flügelzellenpumpe, und der Betriebszustand ist stabiler.
- Der Unterschied zwischen Fließpulsation und Betriebsstabilität: Einfachwirkende Schwenkplattenpumpen erfahren aufgrund einer einzigen Ölsaugzone und einer einzigen Öldruckzone zwangsläufig periodische Durchfluktuationen während des Betriebs. Diese Art der Fließpulsation ist besonders bei Langsamlaufbetrieb ausgeprägt, was geringfügige Systemvibrationen verursachen kann und für hochpräzise Steuersysteme eher ungünstig ist. Die doppeltwirkende Schwenkplattenpumpe hingegen verfügt durch ihre Doppelsaughin- und Doppelreihenstruktur über zwei Satz Pumpkammern, die abwechselnd arbeiten und so einen „versetzten Ausstoß“ erzielen, wodurch die Durchflussmenge des gesamten Systems nahezu kontinuierlich bleibt. Daher sind die Durchfluktuationen sehr gering, sie läuft gleichmäßiger und erzeugt geringeren Geräuschpegel, wodurch sie besonders geeignet für Hydrauliksysteme ist, die hohe Stabilität erfordern.
4、 Der Unterschied zwischen Tragfähigkeit und anwendbaren Arbeitsbedingungen ist auch aus Sicht der Anwendungsszenarien sehr deutlich: das typische Anwendungsszenario von einwirkenden Schwenkzellenpumpen
Geeignet für Hydrauliksysteme mit geringem Durchflussbedarf und moderatem Druckbedarf. Aufgrund ihres einfachen Aufbaus, ausgereiften Fertigungsprozesses, der bequemen Wartung und der insgesamt niedrigen Kosten werden sie häufig in Systemen eingesetzt, die auf „Wirtschaftlichkeit und Praxistauglichkeit“ abzielen. Typische Anwendungsszenarien sind kleine Spritzgussgeräte, leichte Automatisierungsausrüstungen, kleine hydraulische Kraftstationen und doppeltwirkende Schwenkzellenpumpen in Werkzeugmaschinen-Hydrauliksystemen
Geeignet für Arbeitsbedingungen mit hohem Durchfluss, langer kontinuierlicher Betriebszeit und hohen Anforderungen an die Durchflussstabilität. Aufgrund seiner gleichmäßigen Durchflussrate und geringen Pulsation ist es beispielsweise besonders geeignet für den Einsatz in Hydrauliksystemen mit hohen Anforderungen an Stabilität und Ansprechverhalten. Spritzgießmaschinen-Hauptpumpensystem, industrielle Produktionslinie, hydraulische Antriebseinheit, Neben-Hydrauliksystem für Baumaschinen, hochpräzise Druckregelgeräte
5、 Auswahltechnisch betrachtet, wenn Ihr System niedrige Kosten, einfache Konstruktion, leichte Wartung und geringe Anforderungen an die Durchflussstabilität verfolgt, dann reicht eine einwirkende Flügelzellenpumpe bereits aus;
Wenn jedoch Ihr System hohe Anforderungen an die Durchflusskontinuität, Geräuschentwicklung, Stabilität stellt und eine größere zeiteinheitsbezogene Fördermenge erfordert, ist eine doppeltwirkende Flügelzellenpumpe offensichtlich die bessere Wahl. Letztendlich gibt es zwischen beiden kein „unbedingt besser“ im Vergleich. Entscheidend ist, Ihre spezifischen Betriebsanforderungen, die Ziele des Systemdesigns sowie das Kostenbudget zu berücksichtigen. Zusammenfassend unterscheiden sich einfachwirkende und doppeltwirkende Flügelzellenpumpen hauptsächlich in ihrer Bauform, Betriebsfrequenz, Durchflusscharakteristik und Einsatzgebieten. Durch das Verständnis dieser Unterschiede lässt sich bei der Auswahl und Nutzung praktisch vermeiden, eine falsche Pumpe auszuwählen oder einzusetzen.