I. Wenn Sie das Gefühl haben, 'an Leistung zu mangeln', ist ein Getriebe nahezu unverzichtbar
Die Funktionsweise eines Hydromotors besteht darin, Druck und Durchfluss in Drehmoment und Drehzahl umzuwandeln.
In der Praxis treten jedoch häufig folgende Situationen auf:
Die Anlage startet schwer
Sie dreht sich unter Last nicht
Sobald eine Last angelegt wird, bleibt der Motor stehen
Dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Motor defekt ist; möglicherweise ist das abgegebene Drehmoment einfach unzureichend.
An diesem Punkt wird die Rolle des Getriebes sehr unmittelbar:
Geschwindigkeit gegen Drehmoment tauschen.
Das Getriebe reduziert die Abtriebsdrehzahl, um das Abtriebsdrehmoment um ein Mehrfaches zu erhöhen, wodurch Lasten, die ursprünglich „nicht beherrschbar“ waren, nun
Häufige Anwendungsfälle, bei denen ein Getriebe hinzugefügt werden muss:
Gangtrieb
Drehmechanismus
Winde, Hebe- und Fördergeräte
Starthbedingungen mit hoher Last
⚠️ Hinweis:
Getriebe dürfen nicht (beliebig kombiniert) werden. Das Übersetzungsverhältnis, das Nenn-Drehmoment und die zulässige Eingangsdrehzahl müssen mit den Parametern des Hydromotors übereinstimmen. Andernfalls besteht die Gefahr einer Überlastung, die zum Durchbrennen des Motors oder zur Beschädigung des Getriebes führen kann.
II. Wenn Sie ‚langsam, gleichmäßig und präzise‘ benötigen, lässt sich Beschleunigung und Verzögerung besser steuern.
Viele hydraulische Systeme verfolgen nicht primär Geschwindigkeit, sondern:
Langsame und stabile Bewegung
Steuerbare Aktionen
Genaue Positionierung
Zum Beispiel:
Präzisionszufuhr
Drehpositionierung
Automatisierte Spannvorrichtungen
Feineinstellmechanismen
Wenn ein Hydromotor direkt mit niedriger Drehzahl betrieben wird, ist er leicht von Durchflussschwankungen und Druckänderungen betroffen, was zu folgenden Effekten führt:
– Schwankende Drehzahl (manchmal schnell, manchmal langsam)
– Kriechen und Vibrationen
– Schwierigkeiten bei der Einstellung und Steuerung
Durch den Einsatz eines Untersetzungsgetriebes hingegen:
- Der Motor arbeitet innerhalb eines relativ „komfortablen“ Drehzahlbereichs
- Die Abtriebswellendrehzahl wird mechanisch reduziert
- Das gesamte System wird stabiler und leichter einstellbar
Zusammenfassung:
Ein Getriebemotor erweitert das „Betätigungsfenster“ des Hydrauliksystems.
V. Eine Merksatz-Zusammenfassung
Wenn Sie sich nur einen Satz merken möchten, dann diesen:
Mehr Drehmoment benötigt → Getriebemotor hinzufügen
Stabilere Regelung benötigt → Getriebemotor hinzufügen
Große Lastschwankungen → Getriebemotor hinzufügen
Hydrauliksysteme basieren nicht auf dem Prinzip „je größer der Motor, desto besser“, sondern vielmehr auf:
�� Die optimale Lösung besteht aus Motor + Getriebemotor + passenden Betriebsbedingungen.